Dienstag, der 27.03.19:

Heute haben wir den Tag wiederum mit einem ausgiebigen Frühstück begonnen und uns dann, heute sogar pünktlich, zum Bus begeben. Mit dem fuhren wir dann wieder zur Gedenkstätte Majdanek und schauten uns als erstes die Ausstellung über die unterschiedlichen Häftlinge des KL Lublin, welche sich in einer der Baracken befindet, an. Dort bekamen wir paarweise jeweils Informationen zu bestimmten Exponaten, welche in dem Konzentrationslager als illegale Kunst entstanden waren, bereiteten uns darauf vor diese vorzustellen und präsentierten sie dann im Anschluss der Gruppe. Bei der illegalen Kunst handelte es sich um die verschiedensten Kunstwerke. So gab es zum Beispiel eine große Statue einer Schildkröte, aber auch ein Armband und ein Aquarell. Oftmals hatten die Kunstgegenstände eine versteckte Bedeutung, von welcher nur die Häftlinge wussten. So stand die Schildkröte eigentlich dafür langsam (für die Nazis) zu arbeiten. Daraufhin begannen wir mit der Arbeitsphase an unseren eigenen Forschungsthemen. Jeder bekam hierfür erstmal Literatur zu dem jeweiligen Thema, welches er/sie/divers zur Bearbeitung ausgewählt hatte und wir machten uns zuerst mit dieser vertraut. Nach einer kurzen Pause gingen ein paar von uns in das Archiv, um mit verschiedenen Quellen zu arbeiten. Dort bekamen wir viel Unterstützung, unter anderem bei der Übersetzung polnischer Briefe, und verbrachten einen produktiven Nachmittag in dem Leseraum und dem Archiv. Nachdem wir unsere Quellenarbeit beendet hatten, war unser Tag aber noch lange nicht vorbei. Wir trafen uns noch mit den polnischen Schülern in deren Sporthalle, um gemeinsam Sport zu machen. Volleyball. Nach dem Umziehen begann der polnische Lehrer uns Anweisungen zum Aufwärmen zu geben… auf Polnisch. Die Verwirrung stand allen ins Gesicht geschrieben, während Frau Drewes und Herr Hackmann sich das Spektakel, sichtbar amüsiert, vom Spielfeldrand ansahen. Nach dem Einlaufen spielten wir uns den Ball zu und machten danach noch eine weitere Übung, bis wir endlich versuchten, ein richtiges Volleyballspiel zu starten. Die Betonung liegt hierbei auf dem „versuchten“, da der Ball öfters geschossen wurde, als er eigentlich sollte und der erste richtige Ballwechsel erst nach 15 Minuten aufgetreten war. Die Begeisterung war beiderseits trotzdem sehr groß und Spaß hatten wir auf jeden Fall alle. (Luzie Pätzold)

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